Vier Jahreszeiten

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Heinrich Moshage

Das Bildthema der vier Jahreszeiten hat in der bildenden Kunst zu jeder Zeit eine bedeutende Rolle eingenommen. In der Regel wird das Thema in einem vierteiligen Zyklus angelegt – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ein Kreislauf, der bestimmt wird von der Natur und dem sich der Mensch zu unterwerfen hat.

Bodenmosaik der vier Jahreszeiten, Madrid, 4.Jh.

Frühling u. Winter, Giuseppe Arcimboldo, 1563

Der moderne Mensch ist diesem Zyklus viel weniger ausgesetzt als noch vor hundert Jahren. Damals war der regelmäßig wiederkehrende Rhythmus von wachsen, reifen, vergehen und Erneuerung überlebenswichtig. Wurde dieser Zyklus etwa durch Naturereignisse wie etwa der kleinen Eiszeit im Mittelalter  gestört, bedeutete dies meist Elend und Tod.

Eisvergnügen, Hendrick Avercamp, 1608. Zeigt Menschen auf einem zugefrorenen Kanal in den Niederlanden.

Heinrich Moshage

Kurzbiografie

Geb. 12.11.1896 Osnabrück, gest. 10.03.1968 Düsseldorf

Vor seinem Studium absolvierte Moshage eine vierjährige Lehre als Holzbildhauer. Von 1912 – 1926 war er bei Heinrich Waderé an der Kunstgewerbeschule München tätig. Ab 1919 begann er zusätzlich ein Studium zum Holzschnitzer an der Holzschnitzschule Bad Warmbrunn bei Cirillo Dell’Antonio.

Nach 1926 – 1931 war Moshage Schüler bei Joseph Wackerle an der Akademie der Bildenden Künste München.

Bereits in den 1920er Jahren schuf Moshage zahlreiche Jahresplaketten für die Kunstgießerei in Lauchhammer.