Lob des Kommunismus

v.

Jo Jastram

Kunstwerke im ehemaligen Palast der Republik

Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Fritz Cremer wurde im Gebäudekomplex eine Dauerausstellung konzipiert, die über 300 Werke von mehr als 100 Künstlern umfasste.

Diese Ausgestaltung hatte folgendes Ziel: „Die Kunstwerke im Palast der Republik sind repräsentativ für die inhaltliche Weite und die gestalterische Vielfalt der sozialistischen-realistischen Kunst der DDR“¹.

16 Maler aus drei Generationen schufen die monumentalen Wandbilder im Hauptfoyer aus diesen sprechen „Volksverbundenheit, Parteilichkeit und Meisterschaft […]“².

Im diesem Sinne sendete jedes Werk eine Botschaft an seine Betrachter im Hauptfoyer.

Arno Mohr: Forscht, bis ihr wißt, Wandbild, 1975. Bildquelle: Stiftung Deutsches Historisches Museum

Arno Mohr bezieht sich in seinem Werk auf ein Gedicht von Berthold Brecht: Erziehung der Hirse. Es nimmt den Gedanken auf: So, wie die Erde ist, muss sie nicht bleiben, sie anzutreiben, forscht, bist ihr wisst.

Bernhard Heisig: Wandbild Ikarus, 1975. Bildquelle
Stiftung Deutsches Historisches Museum

Im Werk von Heisig nimmt Ikarus Stellung zum Thema des Verhältnisses von gesellschaftlichem und wissenschaftlich-technischem Fortschritt.

Willi Sitte: Wandbild Die rote Fahne – Kampf, Leid und Sieg, 1975/76. Bildquelle Stiftung Deutsches Historisches Museum

Aus dem Bildhintergrund hervortreten sieht der Betrachter Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann. Diese stehen für den Kampf der deutschen Arbeiterklasse in den ersten 30er Jahren des 20. Jh.

Eine sehr ausführliche Zusammenfassung der Kunstwerke des ehemaligen Palastes der  Republik finden Sie auf der  Seite der Stiftung  Deutsches Historisches Museum (Achtung: Sie verlassen damit die Seite vom KGM Lauchhammer).

Palast der Republik 1986

Veranstaltung im Palast 1976

Jo Jastram

Kurzbiografie:

Geboren: 4.9.1928 in Rostock, gestorben 7.1.2014 in Ribnitz-Damgarten

Jastram studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Walter Arnold und danach an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake. 1956 beendete er das Studium in Berlin mit dem Diplom als Bildhauer.
1964 erhielt Jastram einen Lehrauftrag an der Universität Greifswald, von 1980 bis 1986 hatte er einen Lehrauftrag und die Professur für Plastik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee inne.

Ab 1956 gehörte Jastram dem Verband Bildender Künstler der DDR an, wurde 1974 dessen Vorsitzender im Bezirk Rostock, 1975 Präsident des Internationalen Komitees der Biennale der Ostseeländer.

Literatur u. Bildn.

¹Heinz Graffunder u. Martin Beerbaum: Der Palast der Republik, Leipzig 1977, S. 42.

² Ebd.: S. 43.

Bilder zu: Arno Mohr, Bernhard Heisig u. Willi Sitte von der Stiftung Deutsches Historisches Museum,